Kommende Veranstaltungen

Mobi-Veranstaltung und Vortrag mit Kai Budler sowie Filmvorführung „The
Truth lies in Rostock“

Im Sommer 1992 kam es in Rostock-Lichtenhagen zu den gewalttätigsten
Übergriffen gegen vietnamesische Vertragsarbeiter_innen und Menschen mit
Migrationshintergrund in der deutschen Nachkriegsgeschichte. An den
progromartigen Ausschreitungen waren nur zu einem geringen Teil Neonazis
beteiligt: bis zu 3.000 Bürger_innen sahen damals zu, wie zwei Häuser in
Brand gesetzt wurden, klatschten und feierten die Brandstifter.
Flankiert wurden die Ausschreitungen von Medien und Politik, die
freimütig den deutschen Alltagsrassismus bedienten. Mit einer Umkehrung
von Tätern und Opfern wurde als Konsequenz das Recht auf politischen
Asyl in Deutschland faktisch abgeschafft. Der Vortrag beleuchtet die
Ereignisse in Rostock vor dem Hintergrund des Alltagsrassismus und der
damaligen „Asyldebatte“, untersucht deren Wechselwirkung und fragt nach
den Folgen der politischen Brandstiftung.

Kai Budler ist Hörfunkredakteur und arbeitet als freier Journalist vor
allem zum Schwerpunktthema „Extreme Rechte“. Er schreibt u.a. für „Der
rechte Rand“, „Blick nach rechts“, Störungsmelder und Publikative.org.“

Zudem wird es erste Informationen über die Göttinger Mobilisierung zur
bundesweiten Demonstration „Das Problem heißt Rassismus“ am 25. August
im Gedenken an die Pogrome von Lichtenhagen geben.

*“Rassismus tötet“: Rostock-Lichtenhagen und die gesellschaftlichen
Folgen. 14.07.2012 um 20 Uhr in ZHG 003*

Als zweite Veranstaltung wird der Film „The Truth lies in Rostock“
gezeigt werden. Dieser Film ist eine Montage von Videomaterial und
beinhaltet unter anderem Aufnahmen aus den angegriffenen Häusern heraus
sowie Interviews mit Anti-Faschist_innen,
den vietnamesischen Vertragsarbeiter_innen, der Polizei, mit Bürokraten,
Neonazis und Anwohner_innen. Eine Dokumentation über das heimliche
Einverständnis der Politik und über die verbreitete Angst.

*Filmvorführung „The Truth lies in Rostock“. 15.07.2012 um 20 Uhr in ZHG 001
*