Sozialwissenschaften und Nationalsozialismus: Florian Eisheuer über „Ethnologie im Nationalsozialismus“ | Dienstag 07.06.2016 | 18 Uhr c.t. | ZHG 103

Vortrag: Florian Eisheuer über „Ethnologie im Nationalsozialismus“ | Dienstag 07.06.2016 | 18 Uhr c.t. | ZHG 103

Bereits 1946, gerade mal ein Jahr nach dem militärischen Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland, wollte man in der Ethnologie schon nichts mehr von den Verstrickungen des Faches in die Politik des Nationalsozialismus wissen. Bei der ersten Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) im postnazistischen Deutschland stellten die versammelten EthnologInnen sich selbst einen großzügigen Persilschein aus und behaupteten schlicht, man habe sich „aus der Sphäre des Nationalsozialismus“ herausgehalten. Äußerst zögerlich, erst rund 40 Jahre später, begann eine zunächst eher zurückhaltende Aufarbeitung dieses lange geleugneten Kapitels der Fachgeschichte. Zahlreiche Beispiele für Rassismus, Antisemitismus und völkische Ideologie konnten seitdem herausgearbeitet werden, ausgehend nicht etwa von Randfiguren der Ethnologie, sondern auch von ihren VordenkerInnen, die sich zumindest teilweise eine praktische Kooperation mit nationalsozialistischer Politik herbeisehnten. In dem Vortrag soll es um diese verschiedenen Formen der Kooperation gehen.

Florian Eisheuer ist Doktorand am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und arbeitet freiberuflich für die Amadeu Antonio Stiftung.

In Kooperation mit dem Fachschaftsrat Sozialwissenschaften (FSR SoWi).


0 Antworten auf „Sozialwissenschaften und Nationalsozialismus: Florian Eisheuer über „Ethnologie im Nationalsozialismus“ | Dienstag 07.06.2016 | 18 Uhr c.t. | ZHG 103“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


neun − vier =